Nur wer schlank ist, ist auch schnell und wendig und damit fit für die Zukunft.

Auf Organisationen angewendet beudetet dieser Satz dass nur eine „lean“ gemanagte Organisation eine wirklich agile Organisation werden kann, die auf Dauer überlebensfähig ist.

Um zu verstehen wie ich diesen Satz meine, möchte ich zunächst die beiden Begriffe „lean“ und „agil“ näher erläutern. Das gemeinsame Verständnis dieser Begriffe ist, nebenbei gesagt, nicht nur bei einer Einführung agiler Methoden besonders wichtig, sondern auch wenn man schon länger mit diesen unterwegs ist.

Lean

Der Duden sagt hier folgendes: wohlproportioniert groß und zugleich schmal gewachsen, geformt.

Nach Womack und Jones* sind die Kernelemente von Lean Management die Befolgung von fünf Kernprinzipien. Ganz ganz kurz zusammengefasst sind dies:

  1. Den Wert aus Sicht des Kunden definieren
    Fokus des gesamten Unternehmens auf den Kunden. Frage dazu: Wie machen wir die richtigen Dinge?
  2. Den Wertstrom identifizieren
    Vermeidung von Verschwendung im wertschöpfenden Prozess
  3. Das Fluss-Prinzip umsetzen
    Fokus auf Effizienz. Frage: Wie machen wir die Dinge richtig?
  4. Das Pull-Prinzip einführen
    „Beim Pull-Prinzip (→ Kanban) zieht man (engl. to pull) vom Kunden aus gesehen die Produkte durch die Produktion, anstatt sie durch Planungsvorgaben in die Produktion zu drücken“
  5. Perfektion anstreben
    Etablierung einer lernenden Kultur in der Organisation

Agil

Der Duden sagt hier: von großer Beweglichkeit zeugend; regsam und wendig

Auf Organisationen gerichtet, bedeutet dies schnell und wirksam auf den Markt zu reagieren um Wettbewerbsvorteile zu haben. Agile Softwareentwicklung richtet sich dabei auf das Agile Manifest. Nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger!

Prinzipien die hier zum tragen kommen sind zusammengefasst: Transparenz, Überprüfung und Anpassung

Werte die dabei wichtig sind werden unter anderem bei der Methode Scrum im Scrum Guide beschrieben sind aber bei anderen agilen Methoden wie z.B. Kanaban genauso wichtig:

  1. Selbstverpflichtung / Commitment
  2. Mut
  3. Fokus
  4. Offenheit
  5. Respekt

Fazit

Alles in allem geht es eigentlich darum ein Mindset rund um die leanen (lean thinking) und agilen Prinzipien zu bekommen und dies dann ins tägliche handeln einfließen zu lasssen. Diese Veränderung dauert meist und ist selten ganz abgeschlossen. Ganz nach dem Shu-ha-ri Konzept.

Dieser Blog beschäftigt sich mit Methoden, Fallstricken und Wegpunkten auf der Reise Organisationen schlanker und beweglicher zu bekommen und dabei hoffentlich einen dauernden Beitrag zur Veränderung der Arbeitswelt zu leisten. Denn auf dauer kann eine Organisation nur fit sein und ein entsprechendes Mindeset haben, wenn die Menschen auch Spaß daran haben.


*https://www.lean.org/WhatsLean/Principles.cfm