Lean Prinzip 2: Den Wertstrom identifizieren (Teil 2)

Wie im letzten Blogpost Lean Prinzip 2: Den Wertstrom identifizieren (Teil 1) angekündigt, möchte ich mich nun dem Spaghetti Digramm widmen. Dieses Diagramm stammt wie auch das Value-Stream-Mapping / Wertstromanalyse aus dem Produktionsbereich. Es dient auch der Visualisierung des Prozesses / Arbeitsablaufes, nur aus einem anderen Blickwinkel. Hier geht es nicht darum, welches Schritte, mit welchen Zeiten durchlaufen werden, um Informationen bzw. Produkte anzufertigen, zu veredeln und auszuliefern. Es geht darum wohin diese transportiert werden und wie oft.

Ich möchte dies wieder an dem Beispiel Urlaubsantrag verdeutlichen. Wir werfen nochmal eine Blick auf den finalen Wertstrom vom letzten mal:

IMG_20170526_114748

Hier habe ich extra unterschiedliche Post-it-Farben für die unterschiedlichen Bearbeiter verwendet. Dies sind 4 verschiedene (Kann man auf dem Bild leider nicht so gut erkennen). Ich nehme nun die gleichen Farben und schreibe jeweils das Team / Abteilung / Person usw. drauf. Diese sind:

  • Die Person die Urlaub beantragen möcht
  • Die Team-Kollegen
  • Der Vorgesetzte
  • Die Personalabteilung

Diese Post-its klebe ich wieder auf ein Whiteboard. Dies kann man im Idealfall so machen, wie die Abteilungen auch räumlich verteilt sind. Weiter entfernte Abteilungen/Kollegen klebe ich auch etwas weiter auf. Dann zeichne ich für jede Interaktion zwischen den Beteiligten einen Strich. Dies sieht dann wie folgt aus:

IMG_20170623_150316

Die Interaktion zwischen der Urlaub nehmenden Person und den Teamkollegen beinhaltet z.B. mehrere Striche, da hier mehrere Kollegen befragt werden, ob sie als Vertretung in Frage kommen können.

Das Spaghetti Diagramm entfaltet seine ganze Kraft aber eher bei komplexen Vorgängen mit z.B. mehreren Abnahmerunden, Delegationen, mehrere Standorte/Länder usw. Es ist also ein mächtiges Werkzeug um den Fluß von Informationen und Gütern zu verbessern. Dies könnte dann so ausehen:

IMG_20170623_150501.jpg

Dies ähnelt dann schon mehr einem Teller Spaghetti.

Wie man nun diese Ergebisse der beiden Blogposts zum Theme Identifizierung des Wertstroms nutzen kann, um Arbeit zu minimieren, die keinen Wert für den Kunden schafft, werde ich in einem zukünftigen Blogpost zum 3. Prinzip von Lean „Das Fluss-Prinzip umsetzen“ erläutern.

D.h. wir wollen versuchen die 57 Minuten aus der 3-57 Regel wesentlich zu minimieren (siehe Lean Prinzip 2: Den Wertstrom identifizieren (Teil 1)). Hier gilt die Faustformel: Für alle 15 Minuten die wir die nicht wertschöpfende Arbeit von einer Stunde minimieren, verdoppelt sich die Produktivität und dies führt zu 20% Steigerung der Gewinnmarge  (15-2-20 Regel).

Mahlzeit! und bis zum nächsten mal.

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Lean Prinzip 2: Den Wertstrom identifizieren (Teil 2)

  1. Pingback: Lean Prinzip 3: Das Fluss-Prinzip umsetzen | lean und agil

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